30.03.2016 / Artikel / / ,

Die Renten der Jungen in Gefahr

Mit Schrecken hat die Junge CVP gestern das kommunizierte Jahresergebnis der AHV zur Kenntnis genommen. Mit einem Verlust von über einer halben Milliarde Franken ist die AHV tief in die roten Zahlen gerutscht. Auch wenn uns die Gewerkschaften mit scheinheiligen Argumenten zu glauben geben, dass dieses Ergebnis zu verkraften ist, muss jetzt endlich gehandelt werden, wenn die Jungen von heute zukünftig auch noch eine Rente erhalten möchten.

Mit der aktuell im Parlament diskutierten Rentenreform 2020 ist ein erster Schritt in die richtige Richtung erfolgt. Doch brauchte es noch viel mehr, um unsere zukünftigen Renten zu sichern. Die Junge CVP Schweiz hält daher klar an ihren Forderungen fest, welche sie bereits im Rahmen des Vernehmlassungsverfahrens zur AV2020 gestellt hat:

  • Das Rentenalter ist sofort zu entpolitisieren und an die Lebenserwartung der Bevölkerung anzupassen. Es reicht nicht, das Rentenalter einfach auf 65/65 zu setzen. Diese Anpassung ist längst überfällig.
  • Den Umwandlungssatz gilt es ebenfalls sofort zu reduzieren und den reellen Gegebenheiten anzupassen.

Zudem ist die im Ständerat beschlossene Rentenerhöhung von 70 Franken pro Monat im Nationalrat unverzüglich zu korrigieren. Weitere Ausgaben sind in der jetzigen Situation übertrieben und belasten die AHV noch mehr auf Kosten der jungen Generation.

Eine halbherzige Rentenreform kommt für die Junge CVP nicht in Frage. Es ist ein Fehler, elementare Veränderungen im Rentensystem nicht anzupacken, nur um ein positives Abstimmungsresultat herbeizuführen. Dies führt unserer Meinung nach nur zu einer weiteren Verschiebung des Problems. Bestraft werden hier ein weiteres Mal die Jungen.

Wir appellieren an unsere Parlamentarier sich endlich bewusst zu werden, was wahre Generationengerechtigkeit ist. Um faire Lösungen zu finden, müssen alle Beteiligten ihren Beitrag leisten. Die junge wie auch die ältere Generation.