03.06.2016 / Communiqués / /

Völkermord an den Armeniern

Die Junge CVP Schweiz begrüsst den Entscheid des Deutschen Bundestages, welcher mit der sogenannten «Völkermord»-Resolution entschieden hat, dass der Massenmord des Osmanischen Reiches an den Armeniern ein Genozid war. Weiter fordert die JCVP, dass zum einen auch die Türkei endlich den Völkermord an den Armeniern anerkennen soll und zum anderen, dass in der Schweiz ebenfalls eine stärkere Auseinandersetzung mit den Geschehnissen der Jahre 1915/16 stattfinden soll.

Mit der Anerkennung des Völkermordes des Osmanischen Reiches an der armenischen Bevöl-kerung und anderen christlichen Minderheiten in den Jahren 1915/16 hat der Deutsche Bundestag mit der sogenannten «Völkermord»-Resolution (18/8613) einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung getan. Jedoch muss gerade in der Türkei nun eine offene Auseinandersetzung mit den damaligen Vertreibungen und Massakern stattfinden. Nur so kann es zu einer Versöhnung zwischen der Türkei und dem armenischen Volk kommen. «Für die Junge CVP Schweiz ist es unverständlich, dass sich die türkische Regierung, entgegen der Faktenlage, immer noch dagegen wehrt, dass der Vertreibung, Verfolgung und Ermordung der Armenier eine Planmässigkeit zugrunde lag», so Tino Schneider, Präsident der Jungen CVP Schweiz.

In der Schweiz hat der Nationalrat bereits im Jahr 2003 den Massenmord an den Armeniern als Genozid anerkannt. Dennoch ist es damit noch nicht getan. «Gerade die Schweiz, welche mit der UNO und dem Menschenrechtsrat die zentralen Institutionen zur Wahrung und Anerkennung der Menschenrechte beherbergt, muss sich aktiv am Friedensprozess zwischen der Türkei und Armenien beteiligen», so Schneider weiter. Dazu gehört, dass eine offene und ohne Scheuklappen geführte Diskussion stattfindet, welche gerade historische Tatsachen wie den Genozid an den Armeniern und den christlichen Minderheiten anerkennt. Deswegen fordert die Junge CVP Schweiz das Parlament und den Bundesrat auf, sich aktiver am Friedensprozess zwischen den beiden Staaten zu beteiligen.