17.01.2017 / Communiqués / / ,

Ja zur erleichterten Einbürgerung der dritten Generation

An der heutigen Medienkonferenz der Jungparteien setzte sich unser Präsident Tino Schneider für die Vorlage zur erleichterten Einbürgerung der dritten Generation ein. Bei einem Ja können Ausländer der dritten Generation zukünftig den Schweizer Pass mittels erleichterter Einbürgerung erhalten.

Die Junge CVP Schweiz hat sich in der Vergangenheit immer sehr kritisch gegenüber Einbürgerungsvorlagen geäussert. Das nun vorliegende Begehren zur erleichterten Einbürgerung der dritten Generation, über welches wir am 12. Februar abstimmen werden, kann der Vorstand der JCVP jedoch vollumfänglich unterstützen. Die sogenannte dritte Generation ist gut integriert und kennt ihr Heimatland möglicherweise nur von Ferienbesuchen oder Erzählungen der Eltern. Die Betroffenen sind somit eigentlich schon Schweizer, nur eben halt in ihrem Pass fehlt noch das weisse Schweizerkreuz. Deswegen geht es in dieser Vorlage auch hauptsächlich darum, unnötig hohe Hürden und Ungleichheiten zwischen den Kantonen abzubauen bzw. auszugleichen und das ganze Verfahren zu vereinfachen. Denn eine automatische – oder wie die Gegner sagen – eine unkontrollierte Einbürgerung wird es auch in Zukunft nicht geben. Die Betroffenen müssen sich weiterhin um den Schweizer Pass bemühen und über Jahre sehr strenge Regeln befolgen, was die Junge CVP ausdrücklich begrüsst:

– Der Militärdienst kann nicht umgangen werden kann
– Der Betroffene muss hier geboren sein
– Kein Automatismus
– Eintrag im Strafregister und Sozialhilfeabhängigkeit verunmöglichen Erleichterung

Bereits in 16 Kantonen gibt es die erleichterte Einbürgerung in irgendeiner Form. Diese unterscheidet sich jedoch von Kanton zu Kanton. Es ist also – salopp gesagt – eine reine Glückssache, ob und wann man überhaupt davon profitieren kann und welche Vorgaben dafür erfüllt sein müssen. Somit ist die Vorlage vor allem eine Harmonisierung der erleichterten Einbürgerung auf nationaler Ebene. Und zu guter Letzt ist die Vorlage schlicht zeitgemäss, da die mehrjährige Wohnsitzpflicht bei der erleichterten Einbürgerung der dritten Generation in einer Gemeinde entfällt. Wir leben in Zeiten hoher Mobilität. Da kann es schnell vorkommen, dass beispielsweise aus beruflichen Gründen die Gemeinde oder sogar den Kanton gewechselt werden muss. Im Jahr 2017 sollte der Einbürgerungswille definitv kein Mobilitätshindernis mehr sein.

Aus diesen genannten Gründen spricht sich der Vorstand Junge CVP Schweiz klar für die Vorlage zur erleichterten Einbürgerung der dritten Generation aus.