14.06.2017 / Communiqués / Bildung und Forschung /

JCVP Schweiz verlangt Diskussion zu Erasmus+ und begrüsst die Interpellation Vonlanthen

Nachdem die Junge CVP Ende April 2017 an ihrem Parteikongress eine Resolution zur Wiederaufnahme der Verhandlungen für den Zugang aller jungen Schweizerinnen und Schweizer zum europäischen Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport (Erasmus+) verabschiedet hat, begrüsst sie die Interpellation von CVP-Ständerat Beat Vonlanthen zu Erasmus+.

CVP-Ständerat Vonlanthen kritisiert die plötzliche Kehrtwende des Bundesrates bei Erasmus+. Sie steht in starkem Gegensatz zu den bisherigen Versprechen des Bundesrates und schafft für die Betroffenen neue Probleme. Mindestens weitere 4 Jahre Übergangslösung bedeuten weiteren administrativen Mehraufwand für die Hochschulen, eine geringere Auswahl von Partneruniversitäten und massiv reduzierte Beteiligungsmöglichkeiten an Kooperationsprojekten. Die Übergangslösung des Bundesrates lässt alle, ausser der tertiären Bildungsstufe, unberücksichtigt. Damit gefährdet der Bundesrat die Leistungsfähigkeit des Schweizer Bildungssystems. Dieses hängt in seiner Wettbewerbsfähigkeit stark von seiner internationalen Ausrichtung ab. Auch die Junge CVP kritisiert dieses Vorgehen des Bundesrates scharf und hat entsprechend bereits im April dazu kommuniziert und eine Stellungnahme verfasst: Medienmitteilung und Stellungnahme JCVP Schweiz.

Für die Junge CVP Schweiz ist die Antwort des Bundesrates nicht ausreichend. Sie fordert eine Diskussion zu Erasmus+ und zum Vorgehen des Bundesrates. Dass eine „Schweizer Lösung“ besser wäre, also der anhaltende Alleingang, klingt nach einer faulen Ausrede des Bundesrates. Der Bund soll den Programmbeitrag übernehmen und die Verhandlungen für eine Vollassoziierung an Erasmus+ wiederaufnehmen. Die Junge CVP Schweiz hat den Ständerat aufgefordert, dieses jugendspezifische Anliegen zu unterstützen und den Bundesrat aufzufordern, die Verhandlungen wiederaufzunehmen. Die Junge CVP wird sich auch künftig für eine gerechte Lösung für junge Schweizerinnen und Schweizer in Ausbildung einsetzen, die vom mangelnden Zugang der Schweiz zu Erasmus+ betroffen sind.