23.01.2018 / Artikel / Bildung und Forschung / , ,

Bildungssystem: Mehr Fokus auf Ausbildung und weniger Verwaltung

Ein qualitativ hochstehendes Bildungssystem ist das Fundament des Erfolgsmodells Schweiz. Die CVP kämpft für den Erhalt und die Stärkung unseres Bildungsraums und fordert einen stärkeren Fokus auf den Unterricht und die Bildung und weniger Verwaltung. Sie wird in den kommenden Wochen diverse kantonale Vorstösse einreichen, um diese Forderungen auf die politische Agenda zu bringen.

Die CVP ist stolz auf das Bildungssystem und die Bildungsqualität in unserem Land. Auf dem Erreichten ausruhen wäre aber Stillstand. Wir stehen vor vielen Herausforderungen: Die demographische Entwicklung, die Dringlichkeit von Integrationsmassnahmen, die Globalisierung, die digitale Transformation, die Probleme der Vereinbarkeit von Familie. Lernen endet nicht mit der Schule. Unser Land muss diese Herausforderungen aktiv angehen.

Unser Ziel: den qualitativ hochstehenden und international wettbewerbsfähigen Bildungsraum Schweiz weiter stärken.

Unsere zentralen Positionen und Forderungen:

  • Die CVP fordert Effizienzmassnahmen zu Lasten der Verwaltung und nicht der Schulen:
    Einschneidende Sparübungen beim Unterricht, auch in wirtschaftlichen Krisenzeiten, lehnt die CVP ab. In erster Linie soll beim bürokratischen Aufwand und bei der Verwaltung gespart werden.
  • Steuerliche Erleichterung für Kinderbetreuungskosten auf Bundesebene: In 75 Prozent aller Familien tragen heute beide Eltern mit ihrer Erwerbstätigkeit zur wirtschaftlichen Sicherheit der Familie bei. Das zweite Einkommen darf nicht durch Steuern oder Kinderbetreuungskosten aufgefressen werden. Arbeit und Leistung müssen sich lohnen. Deshalb sollen Eltern die Kosten für die ausserfamiliäre Betreuung ihrer Kinder auf Bundesebene bis maximal 25‘000 Franken pro Kind und Jahr von den Steuern abziehen können.
  • Chancengerechtigkeit und Frühförderung: Die ersten Lebensjahre sind für die Entwicklung jedes Menschen von überragender Bedeutung. Die CVP möchte Eltern sensibilisieren, dass die Sprachförderung der Kinder ab Geburt zentral für den Schulerfolg ist, und unterstützt im Vorschulbereich Sprachförderprogramme für Kinder und Eltern.
  • Eltern in Pflicht nehmen: Die Schule hat in erster Linie einen Bildungs- und Lehrauftrag. Die Grundkompetenzen sollen mehr gefördert werden. Die Schule ist nicht hauptsächlich dazu da, Defizite aus der Elternerziehung zu beheben oder gesellschaftliche Probleme zu lösen. Aus diesem Grund sind Eltern und andere Erziehungsverantwortliche stärker in die Pflicht zu nehmen.
  • Schule und Bildung nicht „verpolitisieren“: Die CVP steht zur öffentlichen Schule und achtet die Bildungshoheit der Kantone. Die CVP will die Freiheit für die Schulen erhalten.
  • Ein starkes duales Bildungssystem: Die CVP wehrt sich vehement gegen Bestrebungen, die beiden Pfeiler unseres dualen Systems gegeneinander auszuspielen. Die Berufsbildung darf nicht verakademisiert werden.

Umsetzung in den Kantonen

Der Kanton Jura macht es vor: Effizienz in der Bildung kann gesteigert werden kann, ohne bei den Schulen zu sparen. Unter Bildungsdirektor Martial Courtet (CVP) wurde die Bildungsdirektion gestrafft mit dem Ziel, die Ressourcen dorthin zu lenken, wo sie den grössten Effekt haben, nämlich in den Schulen.

Die Forderungen der CVP sollen auch in den anderen Kantonen in die Praxis umgesetzt werden. Deshalb hat die CVP über ihre Kantonalsektionen diverse Vorstösse lanciert, die die Kernforderungen adressieren.

Positionspapier der CVP Schweiz zum Thema Bildung 

Massnahmenkatalog der CVP Schweiz zum Thema Bildung 

Medienmitteilung der CVP Schweiz

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