28.08.2018 / Artikel / Sozialwerke /

Altersvorsorge – Forderungen der JCVP Schweiz

Seit gut 20 Jahren ist jegliche Reform gescheitert. Es besteht daher kaum mehr Handlungsraum. Unsere Altersvorsorge kann mit der demographischen Entwicklung hierzulande leider nicht mehr Schritt halten. Einerseits steigt die Rentenbezugsdauer an und andererseits müssen immer weniger Erwerbstätige die 1. Säule für immer mehr Pensionäre finanzieren. Ohne die Sanierung gibt die AHV schon 2030 sieben Milliarden mehr aus, als sie einnimmt. Das kumulierte Umlagedefizit beträgt dann 40 Milliarden Franken.

Das Alterskapital der Jungen wird weiterhin ungerechtfertigt und unverhältnismässig umverteilt.

Es ist Zeit für eine solidarische und nachhaltige Sanierung der AHV, die weder auf Kosten von Jung noch Alt geht. Die JCVP ist bereit, mit den anderen Parteien und insbesondere Jungparteien an einem tragbaren Kompromiss mitzuarbeiten.

Forderungen der JCVP Schweiz:

  • Wir bevorzugen weiterhin die gleichzeitige Sanierung der beiden Säulen, weil sonst in der 2. Säule nur eine Rentenaltererhöhung oder hohe Belastungen in der Wirtschaft in Frage kommen würden.
  • Damit soll die Senkung des Umwandlungssatzes ohne Einbussen erreicht werden. Senkung des Umwandlungssatzes entlastet uns Junge.
  • Die Entpolitisierung des Umwandlungssatzes und des Rentenalters und damit die Senkung des Umwandlungssatzes sowie die Angleichung des Rentenalters auf 65 Jahre sind für uns zentral. Eine schrittweise Anhebung des Rentenalters für Frauen auf 65 Jahre und die Flexibilisierung der Pensionierung zwischen 62 und 70 Jahren verbessern die Versicherungssituation von Frauen und Teilzeitbeschäftigten.
  • Eine Einführung der Schuldenbremse wäre aus unserer Sicht wünschenswert, jedoch kaum realistisch und ein Risiko für das Gelingen der Vorlage.
  • Eine Erhöhung der AHV via Giesskannenprinzip lehnen wir ab, allenfalls ist an eine Erhöhung der Minimalrenten zu denken.
  • Die nächste Reform muss um jeden Preis gelingen, weil der AHV-Topf 2030 leer ist.