24.09.2018 / Communiqués / Sicherheit /

„Dienst von morgen“: Die JCVP setzt sich für eine moderne Armee und einen zeitgerechten Dienst ein

Die Schweiz ist auf eine verlässliche und fortschrittliche Sicherheitspolitik angewiesen. Die Strukturen, gerade jene der Schweizer Armee, sind jedoch teilweise veraltet und überholt. Das System bedarf einer Modernisierung und Professionalisierung, dazu gehört auch die allgemeine Dienstpflicht mit dem Zivilschutz und Zivildienst. So sollen künftig die beiden Ämter Zivilschutz und Zivildienst in einen allgemeinen Bürgerdienst zusammengelegt werden und die Dienstpflicht auch für Frauen gelten. Ausserdem soll der Bundesrat die Einführung der Berufsarmee prüfen. Die JCVP stellt den „Dienst von morgen“ vor.

Die heutige Dienstform weist heute oft Ineffizienzen und wenig Flexibilität auf. Dies muss sich in Zukunft ändern. Der Armeedienst, der Zivilschutz und der Zivildienst dürfen einander nicht konkurrenzieren, sondern sollen sich gegenseitig ergänzen und fördern. Insbesondere soll der Selbstverantwortung der Dienstleistenden eine grössere Bedeutung beigemessen werden. An erster Stelle, egal ob Armeedienst, Zivilschutz und Zivildienst, sollen stets das Gemeinwohl und der Mehrwert für die Allgemeinheit respektive unser Land stehen.

Die Armee von morgen

Die Schweiz ist auf eine starke Armee angewiesen, die die Landesverteidigung und die Sicherheit im Inneren des Landes gewährleistet. Aufgrund der wachsenden Herausforderungen auf dem europäischen Kontinent und den immer grösser werdenden interkontinentalen Spannungsfeldern soll die Schweiz, wo es ihre Neutralität und humanitäre Tradition zulässt, verstärkt mit den Bündnispartnern (z.B. mit der NATO) zusammenarbeiten und Austausch pflegen.
Der Bund wird beauftragt, die Aufgaben der Armee kritisch zu überprüfen und entsprechend anzupassen. Angesichts der steigenden Bedrohungen und Attacken insbesondere im digitalen Bereich ist beispielsweise die Gründung eines Kompetenzzentrums für Cyber-Sicherheit unumgänglich. Um die Effizienz und Modernisierung der Armee voranzutreiben, sind eine Professionalisierung und damit verbundene Aufgaben- und Strukturänderungen der Armee notwendig. Der Bundesrat soll das Modell einer Berufsarmee und alternative Dienstformen prüfen.
Die JCVP steht nach wie vor voll und ganz hinter der Armee, verlangt im Übrigen auch, dass die Armee weiterhin ihre finanziellen wie auch personellen Ressourcen zugesprochen erhält. Sie fordert von der Politik allerdings, dass sie den Mut aufbringt, nicht an einem veralteten und überholten System festzuhalten, sondern sich an den technischen, gesellschaftlichen wie auch politischen Fortschritt anzupassen und entsprechend vollumfängliche Reformen einzuleiten.

Die allgemeine Dienstpflicht von morgen

Das bisherige System weist Doppelspurigkeiten auf und ist aufwendig. Damit dieses administrativ entschlackt wird, sollen der Zivildienst und der Zivilschutz künftig zu einem allgemeinen Bürgerdienst zusammengelegt werden. Auch die Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht für Frauen und Männer ist zeitgemäss im Sinne der Gleichstellung.
Damit die allgemeine Dienstpflicht künftig der aktuellen Berufswelt und den gesellschaftlichen Entwicklungen gerecht wird, sollen beispielsweise die Anrechenbarkeit des Mutter- und Vaterschaftsurlaubs sowie ehrenamtlichen Arbeiten wie auch die Flexibilisierung des Dienstes ermöglicht werden. Die Dienstpflichtigen sind für die Erfüllung ihrer Dienstpflicht selber verantwortlich und teilen ihren Dienst weitgehend selbständig ein. Die allgemeine Dienstpflicht ist zwischen dem 18. und 40. Lebensjahr zu erfüllen. Die Anzahl Dienstage wird auf eine bedarfsgerechte Zahl reduziert. Wer seiner Pflicht nicht nachkommt, wird entsprechend zur Kasse gebeten.

Die JCVP ist überzeugt, dass mit einer Modernisierung der Dienstpflicht zu einer Stärkung und grösserer Akzeptanz des Dienstes beigetragen werden kann. So soll mit einem zeitgerechteren, flexibleren und effizienteren System einichtbarer Mehrwert für die Gesellschaft geboten werden.

Der Dienst von morgen

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