22.09.2019 / Communiqués / Sozialwerke /

AHV Initiative der Jungfreisinnigen im Gegenwind

Die Jungparteien der BDP, CVP, EVP, GLP und SVP erteilen der Initiative der Jungfreisinnigen eine Absage. Die Jungparteien stören sich vor allem am Alleingang der Jungfreisinnigen.

Die bürgerlichen Jungparteien haben keine Freude an der Initiative der Jungfreisinnigen. Vor einigen Monaten haben sich JBDP, JCVP, Jungfreisinnige, Junge Grünliberale und JSVP getroffen, um die Idee der Jungfreisinnigen einer gemeinsamen AHV-Initiative zu besprechen. Nur wenig später kündigten die Jungfreisinnigen gross in den Medien an, eigenständig eine Initiative zu lancieren. Dass vorab bereits Gespräche unter den Jungparteien stattfanden, wurde nicht erwähnt. Jedoch wurde bereits verkündet, dass eine breite Unterstützung von jungbürgerlichen Parteien vorhanden sei. Die übrigen Jungparteien wurden aber erst im Nachhinein angefragt, nun doch noch in ihr Initiativkomitee zu kommen, ohne aber beim Inhalt der Vorlage mitwirken zu können. Die Jungparteien lehnten einhellig ab. Einerseits ist man nicht bereit, einen reinen Wahlkampfcoup der Jungfreisinnigen zu unterstützen, andererseits bestehen auch noch inhaltliche Differenzen. Nach wie vor sind die Jungparteien an einer konstruktiven Zusammenarbeit interessiert, welche eine mehrheitsfähige Lösung hervorbringt. Auch eine gemeinsame Initiative schliessen die Jungparteien weiterhin nicht aus.

Inhaltlich gibt das konkrete Rentenalter Bedenken, welches in der Initiative als Grundlage für die Berechnungen verwendet wird. Einverstanden sind alle Jungparteien damit, dass das Rentenalter an die Lebenserwartung gekoppelt werden soll. Nur so kann die Altersvorsorge langfristig stabilisiert werden, ohne dass die Festlegung des Rentenalters ein permanenter Spielball der Politik bleibt. Für eine mehrheitsfähige Lösung braucht die Rentenreform aber vor allem auch eine flexiblere Ausgestaltung. Ein fixes Rentenalter ist für die Jungparteien ein Relikt aus vergangenen Tagen. Es muss möglich sein, das eigene Rentenalter zu einem gewissen Grad freiwillig bestimmen zu können, wobei ein früherer Renteneintritt einen Abzug und ein späterer Renteneintritt einen Zuwachs der Rente nach sich zieht. Die diversen gesundheitlichen Voraussetzungen verschiedener Berufsbranchen benötigen in den Augen der Jungparteien ebenfalls ein flexibles Rentenalter und sollen berücksichtigt werden. Auch soll sich Arbeit über das Referenzalter hinaus finanziell sowohl für den Arbeitgeber als auch den Arbeitnehmer lohnen. Aus Sicht der Jungparteien muss eine Reform einen gesamtheitlichen Ansatz beinhalten und darf nicht nur die Erhöhung des Rentenalters berücksichtigen.

Für Rückfragen stehen Ihnen gerne zur Verfügung

  • Remo Zuberbühler, Präsident Junge BDP Schweiz, +41 79 398 93 91
  • Sarah Bünter, Präsidentin Junge CVP Schweiz, +41 79 656 81 18
  • Dominic Täubert, Co-Präsident Junge EVP Schweiz, +41 79 913 22 58
  • Tobias Vögeli, Co-Präsident Junge Grünliberale Schweiz, +41 78 743 53 99
  • Benjamin Fischer, Präsident Junge SVP Schweiz, +41 79 394 13 37