05.12.2019 / Communiqués / Bildung und Forschung / , , , , , , ,

Wie steht es um unser Alter?

Heute wurde das Sorgenbarometer 2019 von der Credit Suisse veröffentlicht. Als Jungpartei setzt sich die JCVP in diesen Themen aktiv für die Zukunft der Schweiz ein. Wir zeigen wie wir die fünf grössten Sorgen der 18-29-Jährigen angehen möchten.

Knapp die Hälfte der Schweizer Stimmberechtigen erachten das Thema der Altersvorsorge als eines der fünf grössten Probleme der Schweiz. Gefolgt von den Themen Gesundheitswesen, Ausländer und Ausländerinnen, Umweltschutz/Klimawandel und Arbeitslosigkeit. Bei den 18-29 Jährigen sieht die Reihenfolge leicht anders aus. Auch die AHV/Altersvorsorge ist hier das dominierende Thema, jedoch liegt der Umweltschutz auf dem zweiten Platz, gefolgt von der Gesundheit/Krankenkasse, Arbeitslosigkeit/ Jugendarbeits-losigkeit und Ausländerinnen und Ausländer. Spannend aus Sicht der JCVP ist zudem, dass die „persönliche Sicherheit“ prozentual am meisten zugelegt hat. Dieses Resultat zeigt ein Thema, dass in Zukunft eine genauere Betrachtung fordert. Die JCVP ist zudem erfreut, dass das Interesse für die Politik über die letzten Jahre stetig zunimmt. In einer erweiterten Befragung wird weiter unser einzigartiges Milizsystem stark unterstützt, in dem von den Befragten vor allem auch mehr Anerkennung für die Ausübung solcher Ämter gewünscht wird. Damit sieht die JCVP Schweiz eine Bestätigung in ihrem Einsatz für den «Service Citoyen».

Leistung muss sich lohnen

Sorgenthema Nummer 1: Die AHV und Altersvorsorge

Die Altersvorsorge ist in der Schweiz eines der wichtigsten Sozialwerke. Sie gerät durch die demographische Entwicklung jedoch zunehmend in eine drastische Schieflage. Nach dem Motto «Leistung muss sich lohnen» kämpft die JCVP für gezielte Reformen der Sozialwerke.

Die JCVP setzt sich konsequent für ein gleiches Referenzalter für Mann und Frau sowie die Flexibilisierung des Rentenalters ein. Die Flexibilisierung soll dabei den sich wandelnden Arbeitsformen und Ausbildungszyklen der Gesellschaft Rechnung tragen. So absolvieren heute viele junge Menschen eine Zweitausbildung. Es soll möglich sein, dass das System auf diese Veränderungen mit einer Flexibilisierung reagieren kann. Wichtig ist auch, dass die Diskriminierung der unterschiedlichen Formen des Zusammenlebens insbesondere der heutigen Ehe aufgelöst werden.

Zudem erachtet die JCVP es als sinnvoll, den Mechanismus der Schuldenbremse auch in der AHV einzuführen, damit in Zukunft automatisch Massnahmen ergriffen werden, wenn sich eine Schieflage anbahnt. Die aktuellen Debatten rund um die AHV haben gezeigt, dass die Berechnung des Rentenalters ein grosses Politikum darstellt. Darum möchte die JCVP in Zukunft, dass das Rentenalter aufgrund mathematischer Parameter wie bspw. der Lebenserwartung berechnet wird. Gleichzeitig soll jedoch das eigene Rentenalter mit einer genügend langen Frist bekannt sein, damit man sich auf diesen Lebensabschnitt rechtzeitig vorbereiten kann. Auch in der 2. Säule sind dringende Reformen notwendig. Der Umwandlungssatz entspricht nicht der Realität und muss dringend entpolitisiert werden. Zudem sollen Arbeitnehmer – und Arbeitgeberbeiträge angepasst werden, damit die Kosten für einen Arbeitnehmer in höherem Alter nicht so gesenkt werden. Junge sollen gleichzeitig bereits ab dem 21. Lebensjahr in die Pensionskassen einzahlen.

Für Innovation & Kostenwahrheit statt Verbote

Sorgenthema Nummer 2: Der Umweltschutz

Der Schutz der Umwelt und der natürlichen Ressourcen gehören zu den Grundprinzipien der Jungen CVP Schweiz. Eine intakte Umwelt führt zu hoher Lebensqualität. Umweltschutz bietet auch wirtschaftliche Chancen: Die Nachfrage nach neuen nachhaltigen Technologien steigt weltweit. Die JCVP ist die einzige bürgerliche Jungpartei, die sich seit Jahren konsequent für Umweltschutz und erneuerbare Energien einsetzt. Für die Kombination von Ökologie und Ökonomie.

Die JCVP ist der Überzeugung, dass die Schweiz dank ihrem hohen Ausbildungs- und Forschungsstand weltweit durch Innovation und Wissenstransfer einen Beitrag leisten kann und auch soll. In diesem Sinne fordern wir mehr Investitionen in die Forschung und die Produktion von nachhaltiger Energie aus nachhaltigen Energiequellen. Zudem sollen Unternehmen, welche saubere Technologien einsetzen und entwickeln von tiefen Bürokratiehürden und finanziellen Erleichterungen profitieren. Anstelle von Verboten fordert die JCVP eine umfassende Kostenwahrheit.

Um den Verkehr nachhaltiger zu gestalten, soll der öffentliche Verkehr so gefördert und ausgebaut werden, damit er eine wettbewerbsfähige Alternative zu umweltschädlicher Mobilität wird. Gleichzeitig sollte in der Thematik um nachhaltigen Verkehr aber nicht nur eine Förderung des nachhaltigen Verkehrs im Zentrum stehen, sondern die aktive Verkehrsverminderung durch Sharing Economy, wie beispielsweise Co-Workingspaces.

Heute werden in der Schweiz tonnenweise Lebensmittel weggeworfen. Dies soll mit einem Gesetzt vermindert werden, welches im Sinne der Kreislaufwirtschaft vor allem die Weiterverwertung öffnet. Zudem sollen regionale und saisonale Bio-Produkte unserer Landwirtschaft gefördert werden.

Für eine Kostenbremse – gegen die Prämienexplosion im Gesundheitswesen

Sorgenthema Nummer 3: Die Gesundheit und Krankenkassen

Qualität im Gesundheitswesen, die bezahlbar ist, wird erreicht mit einer Mischung aus Wettbewerb und staatlicher Regulierung.

Eigeninitiative soll mit tieferen Prämien belohnt werden. Die JCVP macht sich stark, damit jede Person, unabhängig von Einkommen, Alter oder gesundheitlichem Risiko eine gute, wohnortnahe medizinische Versorgung erhält und am medizinischen Fortschritt teilhaben kann. Die Kosten im Gesundheitswesen fallen jedoch in den letzten Jahren zunehmend aus dem Ruder. Mit einer Kostenbremse im Gesundheitswesen möchte die JCVP gemeinsam mit der CVP die verantwortlichen Akteure in die Pflicht rufen, im Gesundheitswesen Anreize und Neuerungen zu schaffen, welche kostensenkend wirken. Darunter gehört einerseits die stärkere Förderung der Digitalisierung im Gesundheitswesen durch E-Health, Virtual Care Rooms und Telemedizin. Gleichzeitig müssen jedoch auch Anreize geschaffen werden, dass durch die Zusammenarbeit zwischen den Leistungserbringern beispielsweise Mehrfahruntersuchungen vermindert werden. Die hohe Dichte an Spitälern soll durch die Schaffung von Anreizen kompensiert werden, damit die Versorgung ländlicher Gebiete durch Hausärzte, Ärztehäuser und Apotheken gewährleistet wird. Zudem muss auch die Eigenverantwortung wieder gestärkt werden. Das bedeutet weniger Leistungsbezug, Nivellierung bei Pensionskassen, sowie einheitliche Finanzierung von ambulanten und stationären Leistungen (EFAS).

Für eine zeitgerechte Berufsorientierung

Sorgenthema Nummer 4: Die Arbeitslosigkeit und Jugendarbeitslosigkeit

Die JCVP setzt sich stark für die Sicherung und Förderung unseres dualen Bildungssystems. Dank einer Ausbildung in einer Berufsschule, die durch eine praktische Ausbildung ergänzt wird, ist die Arbeitsmarktnähe garantiert. Damit wird der Übertritt in die Arbeitswelt erleichtert.

Für Jugendliche ist es sehr schwierig die richtige Wahl für die Zukunft zu machen. Deshalb ist die JCVP überzeugt, dass ihnen eine zeitgerechte und obligatorische Berufsorientierung während der Sekundarschule zu dieser Wahl hilft.

Eine tiefe Arbeitslosenquote setzt aber auch einen starken Wirtschaftsstandort in der Schweiz voraus. Dieser darf nicht durch unnötige Regulierungen geschwächt werden und muss mit Investitionskontrollen vor einem unkontrollierten Verkauf ins Ausland geschützt werden.

Für Integrationsvereinbarungen und eine frühe Integration in den Arbeitsmarkt

Sorgenthema Nummer 5: Die Ausländer und Ausländerinneninnen

Für die JCVP ist es wichtig, dass Ausländerinnen und Ausländer, die in die Schweiz kommen unser System kennenlernen und respektieren. Deshalb setzt sie sich dafür ein, dass Integrationsvereinbarungen gemacht und bei mangelnder Integrationsbereitschaft Sanktionsmassnahmen ergriffen werden. Gleichzeitig hilft eine frühe Integration in den Arbeitsmarkt den Integrationsprozess zu vereinfachen. Daher unterstützt die JCVP die Vereinfachung der Eintritte in den Arbeitsmarkt und eine Zuteilung der vorhandenen Kompetenzen dorthin, wo sie in der Schweiz benötigt werden. Damit wird nicht nur den Flüchtlingen eine Zukunft geboten, sondern sie können auch ihren Beitrag für die Schweiz leisten.

Für die Stärkung des Milizsystems: Denken wir neu!

Stärkung des Milizsystems mit dem «Service Citoyen»

Die kontinuierlichen komplexen Veränderungen haben auch die Anforderungen an das Milizsystem erhöht. Es wird zunehmend schwierig, Miliztätigkeiten in diesem Ausmass freiwillig zu leisten, wie sie heute gefordert sind. Auch im Sorgenbarometer der Credit Suisse wurde deutlich, dass sich die Bevölkerung ein höheres Ansehen für die Miliztätigkeiten wünscht. Um dieses Ansehen zu erreichen, erachtet die JCVP den Service Citoyen als eine gute Lösung. Damit werden Tätigkeiten im Milizsystem als einen Dienst an die Gesellschaft betrachtet und können neben dem Militärdienst auch anerkannt werden. Mit einem Service Citoyen wird die Dienstpflicht für Männer und Frauen eingeführt und gleichzeitig das Milizsystem gestärkt, da es aktiv als Dienst an die Gesellschaft honoriert wird.