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Die Junge Mitte                                      Jeunes du Centre
Nein zur Pestizidinitiative

Nein zur Pestizidinitiative

Volksinitiative für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide (Pestizidinitiative)

Die Pestizidinitiative verlangt, dass der Einsatz von synthetischen Pestiziden in der landwirtschaftlichen Produktion, in der Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse und in der Boden- und Landschaftspflege generell verboten wird. Darüber hinaus soll auch die Einfuhr von Lebensmitteln, welche mithilfe von Pestiziden hergestellt worden sind oder solche enthalten, verboten werden.

Unsere Argumente für ein klares Nein:

Lebensmittel werden teurer – Ernährungssicherheit wird gefährdet
Eine Annahme der Pestizidinitiative würde die Produktion von Lebensmitteln in der Schweiz stark einschränken, da wichtige Hilfsmittel fehlen, um die Ernte vor Schädlingen zu schützen. Dies verteuert die Produktion. Als Folge würden auch die Lebensmittelpreise für die Konsumentinnen und Konsumenten klar stiegen. Es müsste mit einer weiteren ungewollten Zunahme des wirtschaftsschädigenden Einkaufstourismus gerechnet werden. Auch die Einkaufspreise für Hotellerie und Gastronomie würden steigen, was die Tourismusbrachen schwer treffen würde: Sind doch die Schweizer Preise im Vergleich mit unseren Nachbarländern schon so kaum wettbewerbsfähig.

Konflikt mit der geltenden Verfassung und Gefährdung der Ernährungssicherheit
Eine Annahme der Initiative hätte einen Konflikt auf Ebene Verfassung zur Folge, da sich das Schweizer Stimmvolk 2017 deutlich dafür ausgesprochen hat, die Ernährungssicherheit in die Bundesverfassung aufzunehmen. Diese ist durch die Initiative akut gefährdet. Gleichzeitig würde die hiesige Lebensmittelverarbeitungsindustrie enorm leiden. Beispielsweise wäre der Import von Kakao und Kaffee praktisch verboten, womit die gesamte Schokoladenindustrie betroffen wäre und tausende Arbeitsplätze bedroht wären.

Keine Evidenz für Wirksamkeit
Die Pestizidinitiative nimmt keinerlei Rücksicht auf geltende Bestimmungen im Umweltschutz, die sich auf wissenschaftliche Erkenntnisse stützten. Damit Pestizide in Verkehr gesetzt werden können, müssen sie sehr strenge Zulassungsverfahren durchlaufen. Dies gilt sowohl für synthetisch als auch für nicht-synthetisch hergestellte Pestizide. Bewilligt werden nur diejenigen Pestizide, die beim vorschriftsgemässen Umgang keine Nebenwirkungen auf Mensch und Umwelt haben. Dasselbe gilt für Lebensmittel, welche regelmässig auf Rückstände kontrolliert und wenn nötig aus dem Verkehr gezogen werden. Die Initianten sehen hingegen im Einsatz von Pestizid eine pauschale Bedrohung der öffentlichen Gesundheit, ohne die bereits bestehenden wissenschaftlich fundierten Schutz- und Kontrollmassnahmen zu berücksichtigen.